Konsumentenverhalten im Klimawandel

Wir befinden uns in einem Zeitalter der massiven Veränderungen – die gewohnte Wirtschaftsweise ändert sich grundlegend und rasant. Ermöglicht wird dies durch digitale Revolution mit Innovationen aber auch disruptiven Geschäftsmodellen. Unternehmen müssen daher verstärkt um zwei knappe Güter kämpfen – die Aufmerksamkeit des Konsumenten und  die Treue des Kunden. Diese sind wiederum stark mit der Wahrnehmung des Marktauftrittes des einzelnen Unternehmens verbunden. Verstärkt werden diese Wahrnehmung und der Wandel zusätzlich durch eine fortschreitende Globalisierung und eine Sättigung durch ein Überangebot von Produkten & Dienstleistungen.

Mit zunehmender Nutzung des Internets wird die Vergleichbarkeit von Produkten und Dienstleistungen zwar zusätzlich vereinfacht, aber für den Konsumenten bedeutet diese Möglichkeit auch eine ansteigende Komplexität durch Informationsüberflutung.

Der demographische Wandel bringt soziokulturelle Herausforderungen

Die Anstrengungen zur Begrenzung der Klimarisiken und einer Reduktion des ökologischen Fussabdrucks 

Das wandelnde Konsumentenverhalten.

All diese  Faktoren treiben Unternehmen in eine Marktsituation mit einer steigenden Macht der Konsumenten einerseits und andererseits zu einem steigenden Kostendruck durch die Wettbewerbssituation.

DRINGLICHKEIT – KLIMAWANDEL IN FAKTEN

UNENDLICHES WACHSTUM IN EINER ENDLICHEN UMWELT? Unendliches wirtschaftliches Wachstum ist die Maxime der aktuellen Zeit. Gleichzeitig brauchen aber auch künftige Generationen von Menschen einen bewohnbaren Planeten Erde.

ZUR NEIGE GEHENDE FOSSILE ENERGIEQUELLEN! Öl, Gas und Kohle bilden die Basis für die globale Energieversorgung und neigen sich dem Ende zu. Was wir hinterlassen ist buchstäblich verbrannte Erde.

Derzeit werden rund 85% des globalen Energiebedarfs durch fossile Energieträger gedeckt. Durch die begrenzten fossilen Ressourcen kann der wachsende Energiebedarf jedoch nicht annähernd gedeckt werden.

DIGITALE REVOLUTION sorgt für Innovationen im „Stundenrhythmus“. Dadurch steigt exponentiell der Energiebedarf und die CO2-Belastung indirekt durch die Nutzung von Internet. Jeder Blick auf das Smartphone, jede Mail, jedes Foto verbraucht Energie. Diese muss auch produziert werden. Bis 2035 wird eine Zunahme des Weltenergiebedarfes um 37% erwartet. Wäre das Internet ein Land, hätte es nach einer Studie von Greenpeace den weltweit sechstgrößten Stromverbrauch. Weltweit wären 25 Atomkraftwerke notwendig, um genügend Strom für das Internet zu produzieren.

JÄHRLICHE PRO-KOPF-EMISSION UND ZUSAMMENSETZUNG: 34 Milliarden Tonnen betrug der weltweite CO2 Ausstoß 2011. 2,5 Tonnen jährlicher CO2 -Ausstoß pro Kopf wird als umweltverträglich betrachtet. 6,8 Tonnen jährlicher CO2 -Ausstoß pro Kopf ist der Durchschnittswert für die Weltbevölkerung 11,0 Tonnen CO2 -Ausstoß pro Kopf ist das jährliches Pro-Kopf-Aufkommen je EU-Bürger

Die Industrialisierung führte zu einer globalen Erderwärmung um bereits 1,2°C durch exzessive Nutzung fossiler Brennstoffe auf Basis eines massiven Anstieges des weltweiten Energieverbrauchs durch Massenproduktion, Güterverkehr und globaler Handelsnetze. Dieser Lebensstil ist die Hauptquelle von Treibhausgasemissionen und damit der globalen Erwärmung. Derzeit werden rund 85 % des globalen Energiebedarfs durch fossile Energieträger gedeckt.

 Auch künftige Generationen von Menschen brauchen einen bewohnbaren Planeten Erde. Was wir aber hinterlassen ist buchstäblich verbrannte Erde.

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 Ohne schnellstmögliche Trendumkehr sind unumkehrbare Abschmelzprozesse (ab 2°C Erderwärmung) der Polarkappen demnächst Realität. Dies bedeutet unter anderem einen Anstieg des Meeresspiegels um 50 cm, Überflutungen, Naturkatastrophen, Völkerwanderungen, Nahrungsmittelknappheit, weltweites Artensterben, Trinkwasserknappheit, Probleme bei der Energieversorgung, gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Hitzestress.

KLIMAWANDEL- AUSWIRKUNGEN AUF GESELLSCHAFT UND WIRTSCHAFT

DER KLIMAWANDEL wirkt sich unmittelbar auf die Pflanzen- und die Tierwelt aus. Die menschliche Gesundheit beruht auf einem funktionierenden planetaren Ökosystem: Menschen brauchen zum Leben sauberes Wasser, gesunde Nahrung, saubere Luft, eine sichere Behausung. Unsere Gesundheit hängt von einer stabilen Umwelt, von einem gesunden Planeten ab. Wenn das System aus dem Gleichgewicht gerät, trifft es am Ende uns selbst, den Menschen.

So richtig die Feststellung „Klimawandel gab es schon immer“ auch sein mag, diese Tatsache wird übrigens von keinem seriösen Wissenschaftler oder Klimaforscher in Abrede gestellt. Aus dem Umstand, dass frühere Klimawandel natürlich waren, wird mehr oder minder explizit unterstellt, dass damit auch der aktuelle natürlichen Ursprungs sein müsse. Inwiefern unterscheiden sich aber die aktuellen Rahmenbedingungen von denen früherer Klimawandel? § In keinem für die Menschheit relevanten Klimawandel zuvor stiegen die Temperaturen in so kurzen Zeiträumen, auf so hohe, mitunter Leben verunmöglichende Temperaturen § Von keiner zurückliegenden Klimaerwärmung waren auch nur näherungsweise so viele Menschen betroffen, wie derzeit. Dies ist in doppelter Hinsicht problematisch: nicht nur allein aufgrund der außerordentlich höheren Weltbevölkerung eine gänzlich andere Situation ergibt, dass damit ungleich mehr Menschen aus Regionen mit lebensunmöglichen Temperaturen vertrieben werden, sondern auch die Fluchtziele sind ungleich dichter bevölkert, weil im Gegensatz zu früher nicht genug „freies Land“ vorhanden ist 

DER DEMOGRAPHISCHE WANDEL gehört zu den früh prognostizierten Veränderungen der gegenwärtigen Gesellschaft, und stellt das größte volkswirtschaftliche Problem Österreichs dar: Unsere Gesellschaft steht vor gravierenden Veränderungen. Die einzelnen Wandlungsprozesse der demografischen Entwicklung in Österreich haben ganz wesentliche und weitreichende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, unter anderem auf Wirtschaft, Unternehmen und Arbeitsmarkt, auf Politik und Sozialsysteme. Die obig erwähntem klimabasierenden Völkerwanderungen werden diesen Effekt verstärken Die soziokulturellen Herausforderungen beruhen vor allem auf der drastischen Veränderung der Familienstrukturen, die sich mit Defamilisierung kennzeichnen lässt.

 Die 4 weiteren Megatrends im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel sind

 1. die sich verändernde Altersstruktur in den Industriestaaten

 2. die Vervielfältigung der Ethnien und deren kultureller Background 

3. den unterschiedlichen Wertanschauungen von Konsumenten (bspw. Fridays for Future ) und

 4. die fortschreitende Individualisierung der Bevölkerung mit steigender Anzahl erwerbstätiger Frauen, steigender Anzahl von Ein-Personen-Haushalten und Alleinerziehenden.

All diese Trends erzeugen ein sich wandelndes Konsumentenverhalten, ausgelöst durch sich verändernde Bedürfnisse und Wünsche der Konsumenten. Zudem bieten moderne Kommunikations- und Informationstechniken mehr zeit- und kostensparende Möglichkeiten rund um die rasante Weiterentwicklung und Verbreitung von internetbasierenden Services. Vor allem eine bessere Verfügbarkeit von Informationen ermöglicht, sich über Themen. Produkte und Services im Vorfeld zu informieren:

HERAUSFORDERUNG KUNDENVERHALTEN: WIE SCHNELL ÄNDERN KONSUMENTEN IHR KAUFVERHALTEN ANGESICHTS DES KLIMAWANDELS

Im stabilen Wachstum geht es um das richtige Verhältnis zwischen Effizienz und Effektivität: § Im europäischen Raum gibt es kaum noch echte Wachstumsmärkte, in der Regel handelt es sich um einen Verdrängungsmarkt. Was wiederum zu einem enormen Kostendruck und Einsparungen beim Personal und der Innovationsleistung führt. § Daraus ergibt sich das die Ökonomie heute extrem mathematiklastig ist und Themen werden nur auf Effizienz bewertet. Psychologische, historische, philosophische und ethische Parameter spielen heute nur noch Nebenrollen, werden aber künftig am Wichtigkeit gewinnen. § Erfolgreiches Management bedeutet aber nicht nur Themen richtig, also effizient, zu tun, sondern sich auch darum zu kümmern, ob sie auch die richtigen Themen tun, ob sie also wirksam bzw. effektiv sind. Kunden werden im Verhalten für Unternehmen unberechenbarer und komplexer – Kunden wissen genauer, was sie um welchen Preis kaufen wollen und wo sie es kaufen können Das Kaufverhalten wird immer komplexer – das Phänomen des hybriden Kaufverhaltens mit teilweise sich widersprechenden Verhaltensorientierungen wird immer mehr feststellbar („Variety Seeker“. Darunter ist beispielsweise der porschefahrende Hofer-Käufer zu verstehen). 

Essentiell ist daher das Wissen über

 § KAUFKRITERIEN – Kenntnis über die kaufentscheidenden Kriterien der Konsumenten

 § KAUFPROZESS – Verständnis des Kaufprozesses der Kunden

 § KUNDENNUTZEN – Verständnis des durch den Konsumenten wahrgenommenen Nutzens der angebotenen Leistungen

 § KUNDENWERT – Kenntnis über den Wert von Kundensegmenten für das Unternehmen 

§ SEGMENT OF ONE – die Mikro-Zielgruppe wird zur Realität, Konsumenten unterscheiden sich drastisch in Ihren Erwartungen

VIELE MENSCHEN HABEN ZWAR EINE MEINUNG ABER DURCH DIE INFORMATIONSÜBERFLUTUNG KEINE AHNUNG UND VIELE MENSCHEN FÜRCHTEN SICH DADURCH VOR DEM FALSCHEN.

Ziel ist ein Geschäftsmodell, dass

§ vom Kundenverhalten lernt 

§ eine einfache Informationsbeschaffung unter Verwendung der Urinstinkte Neugier und Spieltrieb ermöglicht 

§ situativ die jeweiligen Kaufkriterien und – werte berücksichtigt und

§ sich permanent hinterfragt und den sich verändernden Anforderungen anpasst