Kammersystem

Quer gedacht - Welche Berechtigungen hat heute unser Kammer-System im Weinbau?

Wie auch das gesamte landwirtschaftliche Kammersystem zu hinterfragen wäre.

Es gibt im Weinbau eine Kammer für  Niederösterreich,  Burgenland,  Wien, Steiermark. Geschichtlich als es in Österreich noch in den 60iger Jahren an die 40.000 Weinbautreibende gab, als für die Kommunikation nur das Radio, SW-TV,  Zeitungen und der Brief zur Verfügung stand, war eine Vertretung dieser Masse für Informationen und einer Interessenvertretung absolut gerechtfertigt.

2021 gibt es nur mehr ca. 4.000 ein Zehntel, an professionellen Weinerzeugern. Mit Hobby Nebenerwerbswinzern etc. wäre die maximale Zahl bei 5.500 aber mit gesamt sinkender Tendenz.

Die Crux –  2021 mit 4.000

(5.500) zu  Vertretenden gibt es mehr an Kammermitarbeitern als 1960  für 40.000.

Sicher die Anforderungen sind gestiegen aber die Kommunikationswelt mit Internet, Mobil Telefon, Sozialen Medien, den Pages im IT-Bereich vereinfachte dafür die Kommunikation und den Wissenaustausch in einem Übermaß.

Hinzuzufügen ist, dass die Aussendienstmitarbeiter der Kammer die Hauptlast auf dem Weg zum Qualitätsweinbau geleistet haben. Tolle engagierte Leute die direkt vor Ort ihr Wissen transferierten. 

Wäre es nicht sinnvoll alles in einer Kammer für den österreichischen Wein zu verdichten?

Leute, die in der großen Welt von heute – wir sind EU Bürger und dann erst Österreicher schlagkräftig für unser Weinbauland arbeiten würden. Sicher wir haben die diversen Präsidenten und den „Gesamtpräsidenten Schmuckenschlager“, aber kompakt ist dieses System nicht, denn die Burgenländer  wollen dieses und die Steirer jenes – es zersplittert sich in klein klein. Welche Kraft hat die Steirische Kammer gegenüber Investoren wie Wolf, die Wälder roden, den eingesessenen Winzern die Fähigkeit der Expansion rauben. Die Steirische Kammer ist engagiert, aber welche Kraft hat sie im globalen Spiel der Mächtigen? Das gilt für alle Wein Bundesländer – in Wien wo ein Immobilien Gigant mit Heurigen und deren Ende erfolgreich spekuliert. Es gibt im Burgenland und Niederösterreich ähnliches, wo starke Strukturen und Adelige sich die Lage und das Recht hinbiegen.

Das gesamte System der Standesvertretung der Österreichischen Landwirtschaft gehört überdacht. Verzeihen Sie – aber was kann ein Zwerg wie der Kammerpräsident eines österreichischen Bundeslandes in der EU und Global tun. Der Zwerg von Niederösterreich – was konnte er für die Zuckerrübenbauern, die im Bio Bereich Null Ernten hatten erreichen. Was konnte er gegen die Rübenrüsselkäfer Hype der Medien und Greenpeace etc. tun – die in eine Katastrophe führten.

NICHTS!

Einer Neuorientierung stehen tausende Beamte, diverse Präsidenten, die einen Job- oder Machtverlust befürchten gegenüber – daher wird sich nichts ändern.

Aber mit diesen Kräften, die frei würden könnte man die Beratung vor Ort intensivieren.

Z. B. hat ein Winzer im Corona Jahr Online um 35% mehr – der andere erstickt in alten Weinen.

Hier und bei Sonderkulturen ist Wissen der wesentliche Parameter. Wir müssen uns fast Tages-Aktuell auf neue Situationen einrichten – auf Face Postings, die einen Winzer und dessen Wein in den Dreck ziehen – usw.

Darüber hinaus mit Information Maßnahmen direkt vor Ort in den Städten ein Bewusstsein zu Landwirtschaft und deren Produkt aufbauen. Es kann nicht sein, dass Billa, Hofer und Co die Umweltkompetenz haben – deren Regeln nur auf ihren eigenen Profitstreben angepasst wurden und Winzer oder Landwirte zu abhängigen Sklaven transveriert werden.   

Zu tun gäbe es genug!